Flexsys-Löschsystem eine Einleitung

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Flexsys-Löschsystem eine Einleitung

Select Art. Nr.: U0000248
Seit Jahrzehnten werden automatische Brandschutzsysteme eingesetzt. Sie haben in vielen Bereichen ihren festen Platz gefunden.


Flexsys - Löschsystem

Nicht nur durch steigende Wertkonzentrationen in Industrie und Gewerbe, sondern besonders durch die Gefahr, dass ein Teilbereich oder gar die ganze Firma durch einen Brand lahm gelegt wird, ergeben sich Forderungen nach einem effizienten Brandschutz.
Wenn wir uns auf die Zuverlässigkeit unserer Mitarbeiter hinsichtlich der Vermeidung und Bekämpfung von Entstehungsbränden verlassen, so müssen wir feststellen, viele Arbeitsplätze sind nur noch zeitweise besetzt. Prozesse laufen völlig ohne Kontrolle unseres Personals ab. In solchen Fällen müssen wir uns auf automatische Schutzmechanismen verlassen können.

Seit Jahrzehnten werden automatische Brandschutzsysteme eingesetzt. Sie haben in vielen Bereichen ihren festen Platz gefunden. Wir schützen ganze Werkhallen und Firmenkomplexe mit computergesteuerten Brandmeldesystemen, die mit hoher Genauigkeit die Brandentstehung erkennen und einen Entstehungsbrand sofort bekämpfen. Die Praxis hat uns ermutigt, in dem Bereich zwischen klassischen Löschanlagen und dem personengebundenen Brandschutz durch tragbare Feuerlöscher ein System einzusetzen, das man als "automatischen Feuerlöscher" bezeichnet.
Ein flexibles Feuerlöschsystem - geeignet für den Anlagen- und Objektschutz.

Flexsys

Was ist das für ein Löschsystem, wie ist es aufgebaut und was vermag es wirklich zu leisten?

  • Ein unübertroffenes, einfaches und dennoch mit hoher Zuverlässigkeit wirkendes Kleinlöschsystem zum Schutz von in sich geschlossenen Anlagen oder Anlagesystemen.
  • Ein von Fremdenergie völlig unabhängig funktionierendes Löschsystem.
  • Ein Löschsystem mit einer pneumatischen Branderkennung, das aus einem unter Druck stehenden Sensorschlauch besteht, welcher im Objekt wie ein Kabel verlegt werden kann und über seine gesamte Länge eine Branderkennung ermöglicht. Durch die Zerstörung im Brandfall wird unmittelbar Löschmittel zur Brandbekämpfung des Brandes abgegeben.
  • Ein Löschsystem ohne elektronische und elektrische Bauteile, gekennzeichnet durch eine geringe Störempfindlichkeit und einen minimalen Wartungsaufwand.
  • Das Sensorsystem ist auch bei Verschmutzung durch Öl oder Staub immer einsatzbereit und zeigt keinerlei Funktionsstörungen.
  • Mögliche Einsatzbereiche sind überall dort zu finden, wo für geschlossene Systeme unter dem Gesichtspunkt zur Verhinderung einer Brandausbreitung auf die Umgebung, ein automatischer Brandschutz gewährleistet werden soll.

 

Innovatives Löschsystem

Elektrotechnische und elektronische Anlagen für Schalt- und Steuervorgänge, sowie fertigungstechnische Anlagen erfordern in vielen Fällen kaum noch Aufsichtspersonal. Wir verlassen uns darauf, dass diese Anlagen unterbrechungsfrei rund um die Uhr in Betrieb sind und störungsfrei arbeiten. Treten dennoch Störungen auf, so werden diese sehr oft viel zu spät bemerkt und können dadurch zu erheblichen Schäden führen.

Besonders in elektrischen Anlagen können Störungen auftreten. Sie sind auf Bauteilversagen, Überlastung oder Montage- bzw. Wartungsfehler zurückzuführen, wodurch eine Überhitzung und dadurch ein Brand entstehen kann.

Die Branderkennung erfolgt üblicherweise mit elektronisch gesteuerten Brandmeldetechniken, für deren sicheren Betrieb eine unterbrechungsfreie Stromversorgung erforderlich ist. Die verwendeten Sensoren sind in der Regel punktförmig angeordnete Melder, die besonders dann, wenn es sich um optische Rauchmelder handelt, von Umwelteinflüssen wie z.B. Öl oder Wasser, Nebel und ähnlichen Einflussfaktoren sehr stark beeinflusst werden, Störungen oder Fehlfunktionen hervorrufen.

Das Löschsystem Flexsys (Flexsible-Extinguishing-System) nutzt einen völlig anderen Auslösemechanismus, der einerseits die Funktionalität der Löschanlage völlig frei von Fremdenergie gewährleistet und andererseits gegen Verunreinigungen und Umwelteinflüsse aller Art nahezu unempfindlich ist.

Beschreibung des Löschsystems

Einfaches, selbsttätiges Löschsystem, bestehend aus einem oder mehreren Löschmittelbehältern und einem pneumatischen Thermosensor, der bevorzugt als Kunststoffschlauch ausgebildet ist. Es gibt Anlagen mit direkter Löschmittelabgabe (Löschmittel tritt aus dem Sensorschlauch aus) und Anlagen mit indirekter Löschmittelabgabe (Löschmittel wird über Löschmittelleitung und über Düsen abgegeben).

Funktionsweise

Flexsys - Anlagen
sind als Objektschutzanlagen konzipiert. Der Sensorschlauch wird in dem zu schützenden Objekt so verlegt, dass er im Brandfall durch die Temperaturerhöhung bzw. Wärmeeinwirkung, unterstützt durch den inneren Überdruck von ca. 10 - 15 bar, aufplatzt und bei dem direkten System über diese Öffnung Löschmittel abgibt. Beim indirekten System wird über ein pneumatisches Differenzdruckventil ein Schaltvorgang ausgelöst, wodurch das Löschmittel über eine separate Leitung frei gegeben wird.

Bevorzugt wird ein Hochdrucksystem eingesetzt, das mit CO2 und allen Druckgasen bis 200 bar Arbeitsdruck arbeitet.

Als Löschmittel werden eingesetzt:

  1. Verdichtete oder unter Druck verflüssigte Gase oder Gemische aus diesen Gasen. (Flexsys - K)
  2. Flüssige Löschmittel, die im Löschmittelbehälter mit einem Druckgas überlagert werden.
  3. Pulver und Löschmittel mit ähnlichen Eigenschaften, die im Löschmittelbehälter mit einem Druckgas überlagert werden. (Flexsys - P)

Flexsys - Vorteile für den vorbeugenden Brandschutz brandgefährdeter Objekte

  • Das Branderkennungssystem ist ohne Fremdenergie ständig einsatzbereit, d.h. keine Kosten für Elektroinstallation, funktionstüchtig selbst bei Energieausfall.
  • Die flexible Verlegung des Auslöseschlauches ermöglicht die Anpassung an jedes zu schützende Objekt. Der Schlauch kann selbst in Hohlräume, die durch kein anderes Löschsystem geschützt werden können, eingeführt werden.
  • Der Auslöseschlauch stellt eine Aneinanderreihung von unendlich vielen Sensoren und ebenso unendlich vielen Löschdüsen dar, die stets an der Stelle aktiviert werden, an der zuerst die Auslösetemperatur erreicht wird. Dadurch wird das Löschmittel unmittelbar in der Nähe des Brandherdes abgegeben. Kleine Löschmittelmengen, kurze Löschzeiten und eine geringe Brandausbreitung, sind die positiven Effekte.
  • Keine Fehlauslösungen durch Störungen der Brandmelder bzw. der Signalauswertung. Kostenaufwendige Fehlerkompensation ist nicht erforderlich.
  • Die Funktionstüchtigkeit des Auslöseschlauches ist auch bei Verschmutzung durch Öl oder Staub gewährleistet. Extreme Verschmutzungen führen nicht zur Funktionsstörung.
  • Die Installation ist mit den mitgelieferten Befestigungselementen schnell und unkompliziert vorzunehmen.
  • Die Einsatzbereitschaft des Systems ist jederzeit über ein Manometer am Löschmittelbehälter überprüfbar.
  • Unempfindlichkeit gegen Stöße, Vibrationen und Erschütterungen, da keine mechanischen Funktionsmechanismen und keine elektrischen Kontakte beeinträchtigt werden können.
  • Gleichwertig mit einer extrem geschützten Anlagenausführung, da keine elektrischen Kontakte vorhanden sind und keine Funkenbildung möglich ist.

Flexsys - Anlagen

funktionieren ohne Einsatz von Fremdenergie, und sind durch Zusatzeinrichtungen jeder Zeit so zu ergänzen, dass eine manuell/ mechanische oder eine elektrische Auslösung ermöglicht wird. Außerdem kann die Sensorleitung mit einem Druckschalter überwacht werden, der im Fall einer Auslösung über potentialfreie Kontakte Schaltungen ermöglicht.

Typische Anwendungen

  1. Einsatzgebiete
    Objektschutz mit der Zielstellung, eine Brandausbreitung vom Objekt auf die Umgebung zu vermeiden. Für den Schutz besonders werthaltiger Objekte mit notwendiger Brandfrüherkennung, ist dieses System weniger geeignet.

  2. Einsatzbeispiele
    - elektrische Schaltschränke und Bedienpulte
    - Motorenräume für kleine Boote
    - Abzugshauben in Laboratorien
    - Kabelschächte und Kabelkanäle
    - gekapselte Bearbeitungsmaschinen und Bearbeitungszentren

2. Systemvarianten / Systemaufbau

Entsprechend der zulässigen Betriebsdrücke wird Flexsys in ein Hoch- und Niederdrucksystem unterschieden. Das wesentliche Kriterium für die Unterscheidung ist die Betriebsdruckbegrenzung beim Niederdrucksystem auf 20 bar und beim Hochdrucksystem auf 200 bar.

Trotz gleicher Funktionsprinzipien erfordern diese Systeme infolge verschiedener zulässiger Betriebsdrücke unterschiedliche Ventil- und Löschmittelbehälterkonstruktionen.

Für beide Systeme ist sowohl die direkte, als auch die indirekte Löschmittelabgabe durch Einsatz der jeweils geeigneten Ventile bzw. Adapter möglich.

Da die Auslösung der Löschsysteme über eine pneumatische Sensorleitung erfolgt, ist es möglich, verschiedene Systeme über eine Sensorleitung zu koppeln und bei einer Auslösung dadurch mehrere Löschsysteme anzusteuern.

Außerdem ist es auch möglich, das indirekte Hochdrucksystem so einzusetzen, dass bei Auslösung austretendes Gas nicht zur Brandbekämpfung, sondern zur Auslösung pneumatischer Schaltvorgänge oder zum Aufladen eines nicht unter Druck stehenden Löschmittelbehälters genutzt wird.

Flexsys - Konstruktionssysteme

HochdrucksystemNiederdrucksystem
Betriebsdruck < 200 barBetriebsdruck < 20 bar
Indirekte LöschmittelabgabeDirekte LöschmittelabgabeIndirekte LöschmittelabgabeDirekte Löschmittelabgabe
Löschmittel: Co2, N, Argonite, FM 200Löschmittel: Pulver, flüssigLöschmittel: Pulver