Flexsys-Löschsystem mit dem Löschmittel Kohlendioxid

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Flexsys-Löschsystem mit dem Löschmittel Kohlendioxid

Select Art. Nr.: U0000249
Aufbauend auf dem bereits für Pulverlöschanlagen bewährtem Prinzip, wurde das Flexsys- konzept für das Löschmittel Kohlendioxid weiterentwickelt.


Flexsys- Löschsystem (Flexible - Extinguishing - System)

Aufbauend auf dem bereits für Pulverlöschanlagen bewährtem Prinzip, wurde das Flexsys- konzept für das Löschmittel Kohlendioxid weiterentwickelt.

Der einfache Aufbau des Flexsys - K - Löschsystems wird nachfolgend an den beiden Basisvarianten erläutert.

  • Flexsys - KD System mit direkter Löschmittelabgabe
  • Flexsys - KI System mit indirekter Löschmittelabgabe

1. Basisvariante: Direktes Löschsystem Flexsys - KD

Das direkte Löschsystem besteht aus einem Löschmittelbehälter (CO2- Hochdruckflasche), einem Sensorschlauch (spezielle Kunststoffleitung) und einem Adapter, der den Löschmittelbehälter und den Sensorschlauch verbindet.

Der Adapter sperrt das Ventil nicht ab, sondern gewährleistet die sichere Verbindung zwischen Sensorschlauch und Löschmittelbehälter. Der Adapter hat neben dem Schlauchanschluss auch Anschlussmöglichkeiten für Manometer oder Druckschalter.

Der Adapter für das Hochdrucksystem ist mit einer Druckregeleinrichtung ausgestattet, die einen konstanten Druck von ca. 15 bar im Sensorschlauch gewährleistet.

Das Charakteristische für diesen Anlagentyp besteht darin, dass der Sensorschlauch gleichzeitig die Funktion des Sensors und der Löschmittelleitung übernimmt.

Der Sensorschlauch wird in dem zu schützenden Objekt so verlegt, dass in allen Bereichen (auch in Einbauten), entstehende Brände sofort erfasst werden. Dadurch, dass die gesamte Schlauchlänge Millimeter für Millimeter als Sensor genutzt wird, durchzieht das zu schützende Objekt ein Band mit unendlich vielen Sensoren.

Abschottungen durch Einbauten in einem Objekt oder z.B. Ebenenunterteilungen in Schaltschränken, sind kein Hindernis für den Sensorschlauch. Bei Temperaturerhöhung von 120°C oder bei unmittelbarer Flammeneinwirkung platzt der Schlauch, unterstützt durch den inneren Überdruck auf und gibt über diese Öffnungen sofort das Löschmittel ab.

Ermöglicht wird dieser Vorgang durch das Flexsys - KD - Ventil, an das dieser Schlauch unmittelbar angeschlossen ist. Dieses Ventil sperrt den Löschmittelbehälter der in Abhängigkeit von der zulässigen Betriebstemperatur einen Betriebsdruck von 20 bis 200 bar haben kann, ab. Bei Druckverlust in der Sensorleitung, die mit einem Betriebsdruck von 13 bis 18 bar betrieben wird, öffnet das Ventil die Löschmittelzufuhr zum Schlauch und gibt das gesamte Löschmittel kontinuierlich über die Öffnung im Schlauch ab.

Die begrenzten Querschnitte der Sensorleitung (max. NW 6) erlauben nur geringe Löschmittelraten, die unter Berücksichtigung der Vereisungsgefahr die Beschränkung der Löschmittelmenge auf maximal 3 kg CO2 notwendig macht. In Abhängigkeit von der Objektart wird diese Löschmittelmenge jedoch für 1 bis 2 m³ Objektvolumen in der Regel ausreichen.

2. Basisvariante: Indirektes Löschsystem Flexsys - KI

Der Aufbau entspricht dem direkten Löschsystem mit der Besonderheit, dass bei Druckverlust in der Sensorleitung ein Schaltvorgang im Ventil ausgelöst wird, wodurch eine Verbindung zwischen Löschmittelbehälter und dem Ventilausgang hergestellt wird, der das Ausströmen des Löschmittels ermöglicht.

An diesen Ventilausgang können unmittelbar Düsen oder eine Löschmittelleitung angeschlossen sein, welche die Verbindung zu einer oder mehreren Düsen ermöglicht.

Der Sensorschlauch wird hier ausschließlich als Sensor eingesetzt. Zur Sicherung anderer Funktionen muss dieser Schlauch unmittelbar nach der Auslösung durch interne Ventilfunktionen drucklos geschaltet werden.

Die Löschmittelabgabe kann daher nur über einen zweiten Weg, d.h. eine spezielle Löschmittelleitung erfolgen. Zu diesem Zweck ist das Flexsys - K - Ventil mit einem Schaltmodul ausgestattet. Bei Auslösung des Sensorschlauches wird die Verbindung zwischen dem Löschmittelbehälter und der Löschmittelleitung freigeschaltet.

Diese Verfahrensweisen ermöglicht nicht nur die Abgabe großer Löschmittelmengen (bis 50 kg CO2), sondern auch die Überwindung größerer Entfernungen zwischen dem Löschmittelbehälter und dem zu schützenden Objekt.