Ergänzung / Änderung zu GGVS (ADR) Information

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Die Prüffrist für Feuerlöscher für Fahrzeuge, die zum Transport von Gefahrengut eingeswetzt werden, wurde verlängert.
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Prüffristen für Feuerlöscher für Gefahrengutfahrzeuge (GGVS)

Die Prüffrist für Feuerlöscher für Fahrzeuge, die zum Transport von Gefahrengut (GGVS) eingesetzt werden (GGVSE/ADR - Fahrzeuge) wurde nach aktueller Information des Bundesverkehrsministeriums auf 2 Jahre verlängert. Das Gesetzblatt I nr. 17 vom 05.05.2003 Seite 601 (Anlage zur GGVSE) beinhaltet:


Anlage 2 zur GGVSE wird wie folgt geändert:
".....c) in Nummer 2.4 wird die Angabe "8.1.4.3" durch die Angabe "8.1.4.4" und die Angabe "in einem Jahr" durch die Angabe "zwei Jahren" ersetzt".
Bezüglich der Angabe des Datums der nächsten wiederkehrenden Prüfung ist Ziffer 8.1.4.4 des ADR einzuhalten (Angabe Monat und Jahr). Besondere Bedeutung für die Instandhaltung haben auch die Ziffern 8.1.4.4 und 8.1.4.5 des ADR.
Die verlängerten Prüffristen könnten durchaus zum Anlass genommen werden, die vorhandenen Feuerlöschschutzkästen zu erneuern bzw. durch dichtschließende Schutzkästen zu ersetzen.


Achtung!
Feuerlöscher, die mit einem Instandhaltungsnachweis gekennzeichnet sind, müssen in dem auf diesem Nachweis angegebenen Termin geprüft werden. Eine Verlängerung dieser Frist ist nicht zulässig. Erst nach Durchführung der Prüfung darf die verlängerte Frist angewendet werden!


Auszug aus ADR 2003 - Teil 8

Vorschriften für die Fahrzeugbesatzungen, die Ausrüstung, den Betrieb der Fahrzeuge und die Dokumentation


8.1.4 Feuerlöschausrüstung
8.1.4.1 Die folgenden Vorschriften gelten für Beförderungseinheiten, die andere gefährliche Güter als die in Unterabschnitt 8.1.4.2 genannten befördern:

a) Jede Beförderungseinheit muss mit mindestens einem tragbaren Feuerlöschgerät für die Brandklassen A, B und C mit einem Mindestfassungsvermögen von 2 kg Pulver (oder einem entsprechenden Fassungsvermögen für eine anderes geeignetes Löschmittel) ausgerüstet sein, das geeignet ist, einen Brand des Motors oder des Fahrerhauses der Beförderungseinheit zu bekämpfen.

b) Zusätzliche Geräte sind wie folgt vorgeschrieben:

(i) für Beförderungseinheiten mit einer höchstzulässigen Masse von mehr als 7,5 Tonnen ein oder mehrerer tragbarer Feuerlöschgeräte für die Brandklassen A, B und C mit einem gesamten Mindestfassungsvermögen von 12 kg Pulver (oder einem entsprechenden Fassungsvermögen für eine anderes geeignetes Löschmittel), von denen mindesten eines ein Mindestfassungsvermögen von 6 kg haben muss.

(ii) Für Beförderungseinheiten mit einer höchstzulässigen Masse von mehr als 3,5 Tonnen bis einschließlich 7,5 Tonnen ein oder mehrerer tragbarer Feuerlöschgeräte für die Brandklassen A, B und C mit einem gesamten Mindestfassungsvermögen von 8 kg Pulver (oder einem entsprechenden Fassungsvermögen für ein anderes Löschmittel), von denen mindesten seines ein Mindestfassungsvermögen von 6 kg haben muss.

(iii) Für Beförderungseinheiten mit einer höchstzulässigen Masse von höchstens 3,5 Tonnen ein oder mehrerer tragbarer Feuerlöschgeräte für die Brandklassen A, B und C mit einem gesamten Mindestfassungsvermögen von 4 kg Pulver (oder einem entsprechenden Fassungsvermögen für ein anderes geeignetes Löschmittel).


c) Das Fassungsvermögen des (der) gemäß Absatz a) vorgeschriebenen Feuerlöschgerätes (Feuerlöschgeräte) darf von dem gesamten Mindestfassungsvermögen der gemäß Absatz b) vorgeschriebenen Feuerlöschgeräte abgezogen werden.


8.1.4.2 Beförderungseinheiten, die gefährliche Güter gemäß Unterabschnitt 1.1.3.6 befördern, müssen mit mindestens einem tragbaren Feuerlöschgerät für die Brandklassen A, B und C mit einem Mindestfassungsvermögen von 2 kg Pulver (oder einem entsprechenden Fassungsvermögen für ein anderes geeignetes Löschmittel) ausgerüstet sein.

8.1.4.3 Die Löschmittel müssen für die Verwendung auf einem Fahrzeug geeignet sein und die entsprechenden Anforderungen der Norm EN 3 Tragbare Feuerlöscher Teile 1 bis 6 (EN 3-1:1996, EN 3-2:1996, EN 3-3:1994, EN 3-4:1996, EN 3-5:1996, EN 3-6:1995) erfüllen.

Ist das Fahrzeug mit einer festen, automatischen oder leicht auszulösenden Einrichtung zur Bekämpfung eines Motorbrandes geeignet sein. Die Löschmittel müssen so beschaffen sein, dass sie weder im Fahrerhaus noch unter Einwirkung der Hitze eines Brandes giftige Gase entwickeln.

8.1.4.4 Die den Vorschriften des Unterabschnittes 8.1.4.1 oder 8.1.4.2 entsprechenden tragbaren Feuerlöschgeräte müssen mit einer Plombierung versehen sein, mit der nachgeprüft werden kann, dass die Geräte nicht verwendet wurden.

Außerdem müssen sie mit einem Konformitätszeichen einer von einer zuständigen Behörde anerkannten Norm sowie, je nach Fall, mit einer Aufschrift mit mindestens der Angabe des Datums (Monat, Jahr) der nächsten wiederkehrenden Prüfung oder des Ablaufs der höchstzulässigen Nutzungsdauer versehen sein.

Die Feuerlöschgeräte müssen in Übereinstimmung mit den zugelassenen nationalen Normen einer wiederkehrenden Prüfung unterzogen werden, um die Funktionssicherheit zu gewährleisten.

8.1.4.5 Die Feuerlöschgeräte müssen so auf der Beförderungseinheit angebracht sein, dass sie für die Fahrzeugbesatzung leicht erreichbar sind. Die Anbringung hat so zu erfolgen, dass die Feuerlöschgeräte so gegen Witterungseinflüsse geschützt sind, dass ihre Betriebssicherheit nicht Beeinträchtigt wird.