VdS- Mitteilung

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VdS- Mitteilung

Select Art. Nr.: U0000224
Wie wichtig Feuerlöscher und Brandschutz in den eigenen 4 Wänden sein können, darauf weist der Verband der Sachversicherer (VdS) in seiner Veröffentlichung vom 07/1999 hin.


Wie wichtig Feuerlöscher und Brandschutz in den eigenen 4 Wänden sein können, darauf weist der Verband der Sachversicherer (VdS) in seiner Veröffentlichung vom 07/1999 hin. Darin führt er unter anderen folgendes auf:

230.000 gemeldete Brände mit ungefähr 850.000.000 DM Schaden, 6000 Schwerverletzte und 600 Tote (1996, 20% Steigerung zum Vorjahr)

Diese Zahlen sind entschieden zu hoch! Dafür bieten HandFeuerlöscher die Möglichkeit, Brände schon in der Entstehungsphase zu bekämpfen.

Feuerlöscher sollten in jedem Haushalt vorhanden sein.


Brandgefährdung

Gefahr kann z.B. von Bügeleisen, Wäschetrocknern, Toastern, Kaffeemaschinen, aber ebenso von Lampen, Mehrfachsteckdosen usw. ausgehen.
Besonders riskant ist der Umgang mit offenem Licht und Feuer (Kerzen, Kamin); auch unsachgemäße Reparaturen an Elektrogeräten oder Schleifarbeiten können Brände verursachen.
Beachten Sie, dass Farben, Lacke, Kleber u.ä. häufig besonders leicht brennbar sind.
Wenn Sie und Ihre Mitbewohner sich der Brandgefahren bewusst sind, können Sie diese sicherlich zum größten Teil vermeiden, ohne den Wohnkomfort zu mindern.
 

Brandklassen

Die Feuerwehr unterscheidet zwischen verschiedenen Brandklassen:

  • Klasse A:
    Brände fester Stoffe, die neben einer offenen Flamme auch Glut bilden, z.B. Holz, Papier, Textilien.
  • Klasse B:
    Brände flüssiger oder flüssig werdender Stoffe, wie Wachse, Fette, Lacke usw.
  • Klasse C:
    Brände von Gasen
  • Klasse D:
    Brände von Metallen

Für den Hausbereich sind zumeist die Brandklassen A und B relevant.
 

Brandschutz

Es wird zwischen vorbeugendem und abwehrendem Brandschutz unterschieden.

Vorbeugung ist z.B. die Verwendung von Stoffen, die nicht brennen können. Abwehrender Brandschutz – auch Brandbekämpfung genannt – bedeutet das Löschen von Feuer.

Löschmethoden sind:

  • Der Sauerstoff wird vom Brenngut ferngehalten (der Brand wird erstickt)
  • Der Brand wird gekühlt, bis das Feuer erlischt (z.B. beim Löschen mit Sprühwasser) oder gekühlt und erstickt (mit Schaum)
  • Die Reaktionsgeschwindigkeit wird herabgesetzt (mit chemischen Hilfsmitteln, z.B. Löschpulver)


Löschgeräte für den Haushalt

Feuerlöscher sind speziell für den aktiven Löscheinsatz für jedermann konstruiert.
HaushaltFeuerlöscher sind leicht und handlich zu bedienen.
Feuerlöscher sollten den Anforderungen nach DIN EN 3 entsprechen, geprüft und anerkannt sein.


Arten von Löschgeräten

Für die Wohnung sind Schaumlöscher sehr zu empfehlen. Schaumlöscher bieten sich hier insbesondere deshalb an, weil das Löschmittel sehr wirksam ist und keine nennenswerten Verschmutzungen verursacht. Der Schaum kann leicht abgewischt werden (ähnlich Seifenschaum) und hat daher praktisch keine negativen Auswirkungen auf Einrichtungsgegenstände. Kohlendioxidlöscher (C0²) ersticken das Feuer. Sie können sinnvoll als Zweit- bzw. Ersatzgerät zum Einsatz kommen. Das Löschmittel ist rückstandsfrei. C0² dringt aber nicht zu tiefsitzenden Glutbränden vor; bei Möbeln, Holz und Papier kann eine Wiederentzündung erfolgen. Der Pulverlöscher hat die größte Löschkraft und den breitesten Anwendungsbereich (Brandklassen A, B und C); nachteilig sind die Verschmutzungs- und ggf. Korrosionsfolgen durch die Pulverstaubbelastung beim Einsatz. Dagegen hilft allerdings, sofort nach dem Einsatz alles bis in den letzen Winkel zu reinigen.

Gießen Sie niemals Wasser in (brennendes) Fett!

Das Wasser verdampft schlagartig im Fett (1l Wasser ergibt 1700l Dampf!). Dieser Vorgang ist als Fettexplosion bekannt. Das heiße Fett wird herausgeschleudert. Personen- und Sachschäden sind die sichere Folge.

Verwenden Sie für Fettbrände einen geeigneten Löscher (Fettbrandlöscher).


Standorte für Feuerlöscher

Um Brände in der Entstehungsphase wirkungsvoll zu bekämpfen, sollten Feuerlöscher an Rettungswegen, also in Treppenhäusern und in der Nähe von Ein-/ Ausgängen verfügbar sein. Weitere wichtige Standorte sind Gefahrenschwerpunkte wie Garage, Küche, Hobbyraum und Heizungskeller. Die Montage in einer Griffhöhe von 80 bis 120 cm hat sich als sinnvoll erwiesen.
Zur Auswahl und Anordnung der Feuerlöscher berät Sie der Fachhandel. Fachhändler finden Sie z.B. in den Gelben Seiten unter den Rubriken Brandschutz und Feuerlöscher. Im Internet können Sie über die Seite www.bvfa.de zu den Angeboten der Hersteller gelangen. Weitere Tipps zum Brandschutz finden Sie unter www.vds.de.
Löschdecken sind ein weiteres wirkungsvolles Mittel zur Brandbekämpfung. Sie sollten insbesondere in der Küche als Ersatzlöschmittel zur Hand sein. Bei kleineren Brandherden kann die Löschdecke als schnelle und unkomplizierte Abhilfe dienen, indem sie über den Brandherd geworfen wird. Das Feuer wird erstickt, ohne das irgendwelche Löschmittelschäden entstehen.


Heimbrandmelder

Heimbrandmelder warnen vor bereits entstandenen Bränden – dies ist insbesondere nachts wichtig, denn Rauch kann im Schlaf nicht wahrgenommen werden. VdS Schadenverhütung führt umfangreiche Prüfungen an Heimbrandmeldern durch, damit deren Funktionssicherheit stets gewährleistet ist.

 
Instandhaltung

Schutzeinrichtungen gegen Brände müssen regelmäßig überprüft werden, damit sie im Notfall auch einwandfrei funktionieren.
Bei Heimbrandmeldern ist die Installations- und Betriebsanweisung zu beachten. Von Zeit zu Zeit ist die Batterie zu wechseln. Dies wird von den Geräten üblicherweise rechtzeitig angezeigt.
Tragbare Feuerlöscher sollten regelmäßig alle zwei Jahre durch einen Sachkundigen geprüft werden, um die Funktionsfähigkeit sicherzustellen. Ihr Fachhändler kann Ihnen hier sicher helfen.
Brandschutzdecken sollten in regelmäßigen Abständen ausgebreitet und auf Schäden untersucht werden. Anschließend sind sie wieder so zu falten, dass sie im Ernstfall leicht zu benutzen sind.


Einsatz von Feuerlöschern

  • Für Löschgeräte, die im Brandfall zum Einsatz gekommen sind, übernehmen die Versicherungen die Kosten für neue Füllungen bzw. Ersatz.
  • Das Löschmittel ist gesundheitlich unbedenklich.
  • Versuchen Sie nicht, Brände zu löschen, wenn Sie dadurch selber in Gefahr geraten könnten.
  • Die Feuerwehr hilft kostenlos. Rufen Sie im Zweifel immer die Feuerwehr 112 und verlassen sie schnellstmöglich das Gebäude.
  • Bewegen Sie sich beim Verlassen der Wohnung möglichst nah über dem Boden, damit Sie nicht den Brandgasen ausgesetzt werden.
  • Schließen Sie nach Möglichkeit alle Fenster und Türen, damit das Feuer nicht angefacht werden kann.
  • Begeben Sie sich zu einem vereinbarten Treffpunkt und kontrollieren Sie, ob alle Bewohner die Wohnung verlassen haben.


Behandlung von Brandwunden

Brandwunden sind zuallererst mit Wasser zu kühlen, bis der Schmerz abklingt, dann sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.
Bei großflächigen Brandwunden rufen Sie per Telefon Hilfe: 112


Prüfung und Anerkennung

In Deutschland dürfen nur amtlich zugelassene Feuerlöscher gemäß DIN EN 3 verkauft werden. Die Zulassung von Feuerlöschern erfolgt auf Grundlage amtlicher Typ-Prüfungen. Prüfstellen befinden sich in NRW und Sachsen. Darüber hinaus sollte der Hersteller ein nach DIN EN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementverfahren nachweisen. Die in Deutschland amtlich zugelassenen Feuerlöscher verfügen über eine hohe Funktionssicherheit und Zuverlässigkeit; die Einhaltung relevanter Gesetze und Vorschriften wurde in der amtlichen Prüfung nachgewiesen.

Auch VdS zertifiziert Feuerlöscher nach EN 3, dies ersetzt aber in Deutschland nicht die amtliche Zulassung. Weitere Informationen zu Feuerlöschern finden Sie unter www.bvfa.de und www.vds.de.

Bei Fragen zu Brandmeldeanlagen, Heimbrandmeldern und Brandschutz helfen wir Ihnen gern weiter.